Erlebnisreisen Überblick

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Freitag, 26. April 2013

Marrakesch - Märchen aus 1001 Nacht


Im Frühjahr dieses Jahres unternahm Christina, Spezialistin für Panama- und Kolumbienreisen bei Vive Caminos eine fünftägige Reise nach Marrakesch und berichtet in diesem Artikel beeindruckt und begeistert von ihren Erlebnissen. 

In Casablanca gelandet, beginnt das kleine Afrikaabenteuer - mit der Zugfahrt ins 240 Kilometer weiter südlich gelegene Marrakesch. In den nicht mehr neuesten, doch bequemen Polstern durchfahren wir die nordafrikanische Landschaft, die grüner als erwartet an den Fenstern vorüberzieht. Die Nacht bricht schnell herein und so ist unser erster Eindruck von Marrakesch geprägt durch das abendliche Treiben und Lichterspiel der brodelnden Metropole. Unsere Herberge ist einer der traditionellen Riads in der Altstadt Marokkos. Angesichts der Schönheit dieser mehrstöckigen Altbauten sowie der herzlichen marrokanischen Gastfreundschaft, sollte man für das wahre Marokko-Feeling auf jeden Fall in einem der (angeblich etwa 1500) Riads unterzukommen. Die Riads verfügen über mehrere Zimmer, die alle zum offenen Patio zeigen. Den Patio des Hotel Cecil schmückt eine riesige Palme, die weit in den Himmel ragt und selbst auf der Dachterrasse muss man den Kopf in den Nacken legen, um ihr Ende sehen zu können.

Palais de la Bahia
Einer der Innenhöfe des Palais de la Bahia
Wir beginnen unsere Marrakesch-Erkundung mit dem Besuch der Paläste. Der Palais de la Bahia ist einer der maurischen Paläste aus dem späten 19. Jahrhundert. Symmetrisch angeordnete, aufwendig gestaltete und im maurischen Stil dekorierte Hallen, Gänge und Zimmer, unterbrochen von Innenhöfen, in denen Springbrunnen plätschern und Orangenbäume Schatten spenden. Und jede Menge Besucher, von denen anscheinend jeder seinen eigenen Reiseführer in der jeweils eigenen Sprache hat. Der ganz in der Nähe gelegene El-Badi-Palast, auf dessen Mauern Störche nisten, besticht durch seinen morbiden und doch pompösen Charme. Im 16. Jahrhundert soll er die größte Palastanlage des arabischen Maghreb gewesen sein. Heute dient das riesige Ruinengelände teilweise als Veranstaltungsort, zum Beispiel im Juli zum Festival National des Arts Populaires.

Freitag, 23. November 2012

Wissenswerte Hintergründe für Ihre Malaysia Reise


Im zweiten Teil des Malaysia Flitterwochen Reiseberichts schreibt Vive Caminos Gründer Christian über interessante Fakten zur Geschichte und Kultur Malaysias.


Erlebnisreise Malaysia: Straits Chinesen
Straits Chinesen in Malaysia
Malaysia ist ein multi-ethnischer Staat mit einer schillernden, aus dem Mittelalter bis in die Mitte des letzten Jahrhunderts reichenden Kolonialgeschichte. Die Portugiesen sind die ersten, die sich im 15. Jahrhundert den Zugang zu orientalischen, in Europa hochgehandelten Gewürzen sichern und nebenbei ihren christlichen Glauben in die Welt tragen wollen. Die Eroberung von Melakka erlaubt ihnen die Kontrolle über eine wichtige Handelsroute, die zuvor bereits von den Indern und Chinesen genutzt worden war. Es folgen Holländer und Briten, deren East India Company 1786 in Penang, im Norden des heutigen Malaysias gegründet wird. Sogenannte Straits Chinesen beginnen zwischen den Kolonialherren und der einheimischen Bevölkerung zu vermitteln und sich als einflussreiche Händler zu etablieren. 

Freitag, 16. November 2012

Was macht Malaysia zu so einem attraktiven Reiseziel?


Seine Flitterwochen verbrachte Vive Caminos Gründer Christian mit seiner Frau Alejandra in Malaysia. Dies ist der erste Teil einer Reihe, in der er von seinen Abenteuern und Erlebnissen berichtet und den ein oder anderen Tipp für Malaysia- und Asienfans hat.

 

Erlebnisreise Malaysia: Penang
Penang, Malaysia
Das ganze Jahr über empfehlen wir unseren Kunden frühzeitig zu buchen und dann setzen wir uns für unsere eigene Hochzeitsreise selber erst auf den letzten Drücker in Bewegung! Im Juli hatten wir uns also endlich für Malaysia im September entschieden. Warum Malaysia? Erstens, weil wir gehört hatten, dass die asiatische Kultur dort sehr lebendig und die westlichen Einflüsse weniger spürbar sind. Zweitens, weil der Monat September im Vergleich zu anderen asiatischen Ländern in Malaysia noch relativ trocken ist, wie ein Blick auf einen Wetterdienst bestätigt. Besonders reizvoll sind auβerdem die Kontraste zwischen ultra-moderner Groβstadt (Kuala Lumpur) und indigenem Landleben (Sarawak), zwischen dem höchsten Berg Südostasiens (Mount Kinabalu) und einem bis auf 40 Meter Tiefe absinkenden Taucherparadies (Sipadan), zwischen buddhistisch-konfuzianischen Einflüssen aus China und dem zunehmend selbstbewussten Auftreten des malayischen Islams. 

Donnerstag, 6. September 2012

Aserbaidschan - eine Reise, die es in sich hat

Der Autor Peter Ziganek lebt und arbeitet in London als Direktor einer amerikanischen Investmentbank und machte sich auf Erlebnisreise nach Aserbaidschan.

Start der Reise in Baku


Erlebnisreise Aserbaidschan: Baku
Moschee in Baku, Aserbaidschan
Es war die Hochzeit unserer Freunde in Baku, die wir als Anlass nahmen, eine einwöchige Rundreise durch Aserbaidschan im August zu bestreiten. Der Visaprozess erwies sich als kompliziert, die Auswahl der Flüge war limitiert und viele Fragen während der Vorbereitung blieben offen, da nur wenige Informationen über unser Reiseziel vorab erhältlich waren. Entgegen unserer sonstigen Vorgehensweise entschieden wir uns daraufhin, die Hilfe einer spezialisierten Reiseagentur in Anspruch zu nehmen, Azerbaijan24, was sich später als goldwert herausstellte.

In Baku gelandet, wurden wir von einem netten Aseri im mittleren Alter pünktlich vom Flughafen mit einer veralteten M-Klasse abgeholt, und wir machten uns sogleich auf den Weg nach Quba, eine mittelgroße Stadt im Nordosten des Landes, am Fusse des Kaukasusgebirges. Die Straßen waren anfangs in einem sehr guten Zustand, doch wurden dann immer holpriger je weiter wir uns von der Hauptstadt entfernten.  Die erste Nacht verbrachten wir im Hotel Oskar, ein sauberes und praktisches, doch uncharmantes Budgethotel an einer stark befahrenen Straße der Stadt.

Eine Reise nach Panama

In diesem Artikel berichtet Christian, der Gründer von Vive Panamá, von seiner letzten Panama Reise im Oktober 2011.

Ankunft in Panama

 

Nie zuvor hatte ich die Puente de las Américas überquert. Wie sie sich im Fenster des Minibusses abzeichnet, überkommt mich eine groβe Freude darüber, wieder zurück in Panamá zu sein. Auf der einen Seite der Panamakanal, der seinen Weg zum Atlantik sucht. Auf der anderen Seite die "Blätterteigarchitektur" des Frank O’Gehry, das Biodiversitätsmuseum, das am Causeway de Amador wie der Diamant an einer Kette glänzt und funkelt. Noch zehn Minuten bis zu unserer Unterkunft, dem Hotel Intercontinental Playa Bonita.

Man sagt, dass sich ein Besuch des Hotel in abgelegener Lage vom Stadtzentrum lohnt, doch drei Tage vor Ort gelange ich zu gegenteiliger Meinung. Zu allererst, Playa Bonita ist kein, wie es der Name verspricht, schӧner Strand, sondern eine schmale Bucht mit grauem, grobem, teilweise schmutzigem Sand (der schӧnste Strand um Panama City ist und bleibt der eine Stunde entfernte Playa Blanca). Das Hotelpersonal scheint nicht darauf vorbereitet, in einem Hotel dieser Kategorie zu arbeiten, demzufolge ist der Service leider recht arm. Auch die Unannehmlichkeit, aus der Dusche zu steigen und kein Handtuch vorzufinden, schlägt nach dreimaligem Anrufen und 45 Minuten Wartezeit in Wut um. Das Frühstücksbuffet ist ein weiterer Punkt, der mehr an ein mittelmäβiges Hotel auf Mallorca erinnert, als an eine internationale 5-Sterne-Hotelkette.  

Erlebnisreise Panama: Panama City
Plaza de Bolivar, Panama City
Sprechen wir besser von den Hotels, die uns bei Vive Panamá gefallen - kleinen Hotels mit Charme. Von diesen haben wir einige neue in der Altstadt (Casco Viejo) entdeckt und als groβartig befunden. Zum Beispiel das neue Hotel Casa del Horno. Eingeweiht im August des vergangenen Jahres verfügt das Hotel über moderne, geräumige und liebevoll dekorierte Räume. Das von zwei Italienern geführte Hotel entspricht unserer hӧchsten Hotelkategorie, gleichwertig mit dem Hotel Las Clementinas, wenn auch in anderem Stil. Für uns bleibt die eleganteste Variante, um in der Altstadt zu logieren das zuletzt genannte Hotel Las Clementinas. Welch ein Genuss, hier aufzuwachen, im franzӧsischen Bistro unten an der Straβe zu frühstücken, sich bei einem Spaziergang zwischen den restaurierten Kolonialhäusern zu verlieren, einen Kaffe auf dem Plaza de Bolivar zu trinken und eine Runde über den Fischmarkt zu drehen, wo man den frischen Fang vom Morgen für nur wenige Dollar zum Mittag verspeisen kann.